Flugerprobung

Boeing nimmt zwei weitere 787 in die Testflotte


EVERETT - Boeing setzt zwei weitere 787 im laufenden Zulassungsverfahren ein. "In begrenztem Umfang werden Tests an zwei weiteren und damit an insgesamt acht Flugzeugen durchgeführt", zitiert "Leeham News" aus einer Erklärung des Konzerns. Eine Maschine werde in der Flugerprobung eingesetzt, mit der anderen sollen Bodentests durchgeführt werden. Boeing trat allerdings der Darstellung entgegen, dass die Testflotte erweitert werde.

"Wir nehmen keine zusätzlichen Flugzeuge in die Testflotte", reagierte Boeing über Twitter. "Es ist aber erforderlich, dass auch Flugzeuge aus der Produktion in einige wenige Tests einbezogen werden." Die Tests seien "gegen Ende der Flugerprobung" angesetzt. Auch sei dieses Vorgehen von vornherein so im Programm beabsichtigt gewesen.

Die Analysten von Buckingham Research hatten zuvor eine Einschätzung abgegeben, nach der Boeing die Testflotte von sechs auf bis zu zehn 787 ausbauen könnte, um weitere Verzögerungen im Programm zu vermeiden. Boeing musste in der vergangenen Woche die erste Auslieferung auf Mitte des ersten Quartals 2011 verlegen.

Der Konzern führte die jüngste Verlegung auf Verarbeitungsfehler an den Höhenleitwerken des Herstellers Alenia Aeronautica sowie auf eine verzögerte Anlieferung eines in der Endphase der Flugerprobung benötigten Rolls-Royce Trent 1000 Triebwerks der Serienfertigung zurück.

Rolls-Royce hat für die 787 die Triebwerke der Trent 1000-Serie entwickelt. Anfang August hatte ein Triebwerk aus der frühen Serienfertigung im Teststand des Rolls-Royce Werks Derby, nach letzten Erkenntnissen wegen eines Fehlers im Ölsystem, Feuer gefangen und war geplatzt. Das Unternehmen sollte im Herbst erste Serientriebwerke für die Zulassung der 787 an Boeing liefern.




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