Skyguide

Mehr Kapazität im Schweizer Luftraum


GENF - Die Schweizer Flugsicherung Skyguide hat den oberen Luftraum im östlichen Teil der Schweiz neu strukturiert. Die Umstellung erfolgte in der Nacht vom 2. auf den 3. Juni 2010. Dank der neuen Luftraumsstruktur kann die Skyguide künftig im oberen Luftraum rund 20 Prozent mehr Kapazität anbieten. Statt wie bisher rund 100 Flüge pro Stunde könnennach der Umstrukturierung 120 Flüge pro Stunde durch den oberen Luftraum geführt werden.

"Die zusätzliche Kapazität ermöglicht uns, in Spitzenzeiten den anfallenden Verkehr ohne Einbußen bei der Pünktlichkeit abzuwickeln", sagte Franz-Xaver Heinzer, Leiter Flugsicherung Zürich.

Wie bei größeren Umstellungen im Flugsicherungsbetrieb üblich, wird die Kapazität jedoch aus Sicherheitsgründen anfangs reduziert und erst in den folgenden Tagen nach und nach wieder erhöht. Skyguide hat verschiedene Maßnahmen getroffen, um diese temporäre Kapazitätsreduktion aufzufangen. "In den nächsten Tagen setzen wir mehr Personal ein, alle Luftraumsektoren bleiben den ganzen Tag geöffnet. Damit wollen wir vermeiden, dass es zu spürbaren Verspätungen kommt", sagte Heinzer.

Der obere Luftraum im östlichen Teil der Schweiz, der vom Kontrollzentrum in Wangen bei Dübendorf überwacht wird, reicht von 24.000 Fuß bis 66.000 Fuß. In diesem Bereich des Luftraums verkehren hauptsächlich jene Flugzeuge, die den Schweizer Luftraum überfliegen. Dieser ist in Luftraum-Einheiten aufgeteilt, so genannte Sektoren. Die Anzahl Sektoren des oberen Luftraums in der Ostschweiz wurde von bislang vier auf sechs erhöht.

Je nach Verkehrsaufkommen werden die Sektoren entweder geöffnet oder geschlossen. "An jedem Sektor arbeiten zwei Flugverkehrsleitende. Für die Inbetriebnahme der beiden neuen Sektoren mussten wir 12 zusätzliche Flugverkehrsleitende rekrutieren und ausbilden", erklärte Heinzer.



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