Lufthansa lässt Krise mit positivem Ausblick hinter sich
FRANKFURT - Die Lufthansa will trotz höherer Tarifabschlüsse die Personalkosten in diesem Jahr stabil halten. Auf vergleichbarer Basis - also die neuen Töchter Austrian Airlines (AUA) und British Midland (BMI) jeweils eingerechnet - sollten die Ausgaben nicht höher ausfallen als im Vorjahr, heißt es in einer Präsentation von Finanzvorstand Stephan Gemkow zum Investorentag am Montag in Frankfurt. Die Belastung durch höhere Tarifabschlüsse solle vollständig kompensiert werden.
Mehr Geld dürfte die Lufthansa hingegen für Treibstoff ausgeben. Gemkow rechnet bei die Kerosinkosten 2010 mit einem Anstieg von 3,6 Milliarden im Vorjahr auf nun rund 5,3 Milliarden Euro. Anfang Mai hatte er noch 5,2 Milliarden Euro erwartet. Der kräftige Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist sowohl durch den höheren Ölpreis als auch durch die Übernahme von BMI und AUA bedingt.
Lufthansa sieht nach dem Krisenjahr 2009 wieder mehr Licht am Horizont des Airlinemarkts. Die Zeichen stünden in allen Konzernbereichen deutlich auf Erholung, teilte Deutschlands größte Fluggesellschaft am Montag mit. "Die Kontinuität der Nachfrageerholung verdichtet die Aussichten auf einen nachhaltigen Aufschwung."
Nach roten Zahlen im ersten Quartal und zahlreichen Flugausfällen infolge der Vulkanasche-Wolke im April zeigte sich das Management zuversichtlich, den operativen Gewinn im Gesamtjahr wie geplant zu steigern.
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