Lebedew zu Verkauf seiner Blue Wings-Anteile bereit
MOSKAU - Im Ziehen um Blue Wings hat sich der russische Miteigner Alexander Lebedew zum Verkauf seines Anteils an Unternehmenschef Jörn Hellwig bereiterklärt.
Er habe ein jüngstes Angebot von Hellwig für das 48-Prozent-Paket grundsätzlich akzeptiert, teilte Lebedew auf seiner Internetseite mit. Zum Preis machte der Russe keine Angaben. Nach eigenen Angaben hat Lebedew seit dem Kauf der Anteile vor zwei Jahren «hunderte Millionen US Dollar» in Blue Wings investiert.
Zuvor hatten sich Lebedew und Hellwig gegenseitig beschuldigt, das Unternehmen mit Sitz in Bocholt (Nordrhein-Westfalen) an den Rand des Bankrotts geführt zu haben. Gegenwärtig ruht der Flugbetrieb der Airline.
Nach Ansicht von Lebedew wäre der Rückkauf der Aktien «zu einem marktgerechten Preis kaum denkbar», weil «Hellwig nicht einmal das Operationsgeschäft des Unternehmens finanzieren» könne. Nach Angaben von Lebedews Pressedienst hatte der Unternehmer «mehr als 500 Millionen Euro» in Blue Wings gesteckt.
Im Vorjahr bot Lebedew sein Paket der Fluggesellschaft Aeroflot für einen symbolischen Preis von einem Euro an. Russlands größte Fluglinie verzichtete.
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