Blue Wings sucht Partnergesellschaft


Bocholt (dpa) - Deutschlands fünftgrößte Fluglinie Blue Wings sucht nach einem Partner. Gründer und Vorstandsvorsitzender Jörn Hellwig bestätigte am Sonntag Angaben des Magazins «Der Spiegel». Demnach will der russische Blue Wings-Hauptaktionär Alexander Lebedew russischen Linien wie Aeroflot, Rosavia und Sibir den Einstieg anbieten.



Aeroflot, an der Lebedew mit rund 30 Prozent beteiligt ist, hat laut «Spiegel» eine erste Offerte Lebedews abgelehnt, seinen Anteil für 1 Euro zu übernehmen. «Eine strategische Partnerschaft ist auch im Interesse von Blue Wings», sagte Hellwig. «Aeroflot war für mich eine Option. Es gibt aber noch eine Reihe weiterer Optionen, die ich derzeit prüfe, unter anderem im arabischen Raum.»

Wenn kein Deal mit einer russischen Linie gelinge, setzt Finanzmagnat Lebedew laut «Spiegel» auf deutsche Gesellschaften wie Air Berlin. Lebedew hoffe auch auf deutsche Staatshilfe. An Blue Wings hingen 400 Arbeitsplätze. Das Unternehmen ist mit 1,1 Millionen Passagieren Deutschlands fünftgrößte Fluglinie.

Das Luftfahrt-Bundesamt hatte Anfang April eine bis Ende März befristete Betriebsgenehmigung nicht verlängert. Ausschlaggebend dafür waren fehlende Nachweise von finanziellen Rücklagen.



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