Airbus will bis Jahresende fünf A330-200F ausliefern
FARNBOROUGH - Der europäische Flugzeugbauer Airbus beginnt mit den Lieferungen im neuen Frachterprogramm A330-200F. "Wir werden in diesem Jahr fünf Frachter ausliefern", erklärte Airbus Programmsprecher Martin Fendt gegenüber unserer Redaktion. Erstkunde Etihad Airways hatte in dieser Woche formell ihre erste A330-200F übernommen. Das Flugzeug wurde bis Donnerstag auf der Luftfahrtmesse Farnborough ausgestellt.
"Nach letztem Stand sind inzwischen drei Maschinen geflogen", sagte Fendt. Neben MSN1004 - der Hauptmaschine der Flugerprobung - und dem Etihad-Flugzeug startete auch eine für Hong Kong Airlines reservierte A330-200F bereits zu Testflügen. "Die Etihad und Hong Kong Airlines sind im Grunde übergabefähig und drei weitere (Flugzeuge, Red.) stehen in der FAL kurz vor ihrer Fertigstellung."
Etihad wird ihre erste A330-200F im September bei ihrer Frachttochter Crystal Cargo in den Flugbetrieb überführen. Im September erwartet die Airline zeitgleich ihre zweite A330-200F, die im Folgemonat in Betrieb genommen wird. Etihad hatte während der Luftfahrtmesse Paris Le Bourget im Jahr 2007 insgesamt drei A330-200F mit Lieferterminen in den Jahren 2010 und 2011 bestellt.
Die A330-200F erhielt im April nach einer binnen 200 Stunden absolvierten Flugerprobung die Typenzulassung der EASA. Der Frachter wird mit Pratt & Whitney PW4000 und Rolls-Royce Trent 700 Triebwerken angeboten und soll 64 Tonnen Fracht bis zu 7.400 Kilometer weit tragen. Auf kürzeren Strecken sind größere Lasten möglich.
Konservative Produktionsplanung
In den Produktionsjahren 2010 und 2011 erwartete Airbus in einer Prognose vom vergangenen September eine Fertigung im Programm von jeweils "weniger als zehn Einheiten". Erst 2012 soll die Fertigung langsam ausgebaut werden.
Nach der Krise sieht Airbus gegenwärtig einen wieder anziehenden Luftfrachtmarkt. An seiner konservativen Fertigungsplanung für die A330-200F hält der Konzern dennoch fest. "Es ist richtig, dass der Cargomarkt wieder an Fahrt gewinnt, aber es gibt eine zeitliche Verzögerung, bis sich dies auch in Form einer höheren Produktion auswirkt", erklärte Fendt. "Deswegen werden sich die Fertigungsraten der A330-200F im Großen und Ganzen in dem Rahmen bewegen, mit dem wir für die kommenden Jahre geplant haben."
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