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Warnung vor «Handelskrieg»

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USA droht EU wegen CO2-Emissionshandel für Airlines

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United Boeing 767-322/ER in Los Angeles, © world-of-aviation.de, Bjoern Schmitt Aviation Photography
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WASHINGTON - Im Streit um die Einbeziehung außereuropäischer Fluglinien in den CO2-Emissionshandel hat US-Außenministerin Hillary Clinton die EU scharf attackiert und mit Vergeltungsmaßnahmen gedroht. Clinton habe vergangene Woche gemeinsam mit US-Verkehrsminister Raymond LaHood einen Brief an führende Vertreter der EU-Kommission geschrieben, in dem beide dem EU-Vorhaben eine klare Absage erteilen, berichtet die «Financial Times Deutschland» (Dienstag).

Sollte die EU ihre Pläne nicht überdenken, «sind wir gezwungen, angemessene Maßnahmen zu ergreifen», zitiert die Zeitung aus dem Schreiben, das ihr nach eigener Darstellung vorliegt.

EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard habe sich unbeeindruckt gezeigt. Es sei keine große Neuigkeit, dass die USA die Einbeziehung ablehnten, sagte sie der Zeitung. Hedegaard betonte: «Das ist nicht nur eine Idee. Das ist europäisches Recht.» Dem Bericht zufolge verkündet der Europäische Gerichtshof (EuGH) sein Urteil zu einer Klage von US-Fluglinien gegen das EU-Gesetz am Mittwoch.

Die zuständige Generalanwältin des EuGH, Juliane Kokott, hatte in einem im Oktober veröffentlichten Gutachten (Rechtssache C-366/10) geschrieben, die Einbeziehung des internationalen Flugverkehrs in den europäischen Handel mit Emissionsrechten sei zulässig. Meist folgen die Richter den Einschätzungen der Generalanwälte.

Airlines aus China, Indien und den USA hatten heftig dagegen protestiert, in das europäische Handelssystem für Emissionen eingebunden zu werden. Stoßen sie zu viel klimaschädliches CO2 aus, müssen sie nach geltendem EU-Recht ab 2012 zahlen, ebenso wie europäische Airlines. Sonst drohten ihnen «Sanktionen bis hin zur Betriebsuntersagung», sagte Kokott. Die neue Auflage gilt für alle Airlines, die in der EU starten und landen. Experten hatten bei Einbeziehung nichteuropäischer Airlines bereits vor einem möglichen «Handelskrieg» gewarnt.

© dpa-AFX | Abb.: world-of-aviation.de, Bjoern Schmitt Aviation Photography | 20.12.2011 07:25




Leser-Kommentare (5)

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20.12.2011 16:48
Herr Horndasch: Ziemlich gut beobachtet. Wenn Sie noch besser hingeschaut hätten, hätten Sie bemerkt, daß es um die Zerstörung von Freiheitsrechten geht, unter dem Vorwand "CO2". Das besagte Produktionsverbot verbietet es nämlich dem Eigentümer, sein Eigentum zu benutzen. Der grundgesetzliche Eigentumsschutz sowie das allgemeine Freiheitsrecht wurden für Unternehmer praktisch außer Kraft gesetzt. Darüber sollte man einmal nachdenken!

Dieser Beitrag wurde am 20.12.2011 16:49 Uhr bearbeitet.
20.12.2011 15:11
Der Begriff "Emissionshandel" sagt doch eigentlich schon alles. Da soll wieder irgendwas virtuell gehandelt werden, das am Ende nur zu einem Gut ist: Alles teurer machen.

Wenn ich allerdings soetwas lese, wie das Australien CO2 Zertifikate für das Abschlachten von Kamelen ausstellen will ( http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article13421765/Ruelpsende-Kamele-fuer-den-Klimaschutz-abschlachten.html), dann stellt sich mir die Frage, ob es nicht Sinnvoll wäre CO2 Zertifikate für unnötig in der Gegend herumoxidierende EU Politiker in den Handel mit einzubeziehen...
20.12.2011 14:21
Der CO² Emissionshandel ist ein weiteres sinnloses Produkt der zum scheitern verurteilten EUDSSR.


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