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Sicherheitskontrollen an US-Flughäfen keinesfalls perfekt

DENVER - Entgegen dem Bestreben US-amerikanischer Behörden gewährleisten die Passagierkontrollen an den Flughäfen des Landes keine absolute Sicherheit. Wie der im US-Bundesstaat Colorado ansässige Fernsehsender "9NEWS" berichtet, ist es in Denver bei mehreren Versuchen gelungen, Attrappen von Waffen und Sprengstoff in flüssiger und fester Form durch die Sicherheitskontrollen zu schmuggeln, ohne dass diese entdeckt worden sei. Die bekannt gewordenen Ergebnisse des Versuchs stießen in der amerikanischen Öffentlichkeit allerdings auf erstaunlich wenig Interesse.



In einem Fall soll es einem verdeckten Agenten des Red Teams der Transportation Security Administration (TSA), welches kontinuierlich die Zuverlässigkeit der Sicherheitskontrollen an den Flughäfen der USA überprüft, gelungen sein, eine Sprengsatz-Attrappe durch eine Sicherheitsschleuse am Denver International Airport zu schmuggeln. Die Attrappe war dabei mit einem Verband am Bein befestigt. Zwar schlug die Sicherheitsschleuse beim Passieren Alarm, jedoch gelang des dem Agenten, den Sicherheitsbeamten hinter der Schleuse zu täuschen, so dass dieser keinen weiteren Verdacht schöpfte.

In einigen anderen Fällen war ebenfalls menschliches Versagen dafür verantwortlich, dass möglicherweise explosives Material an Bord von Flugzeugen gelangt wäre. So berichtet "9NEWS" unter Berufung auf ungenannte Quellen, dass verdächtige Gepäckstücke nicht durchsucht oder die Testpersonen nicht abgetastet wurden, obwohl beim Scannen Alarm ausgelöst worden war. Ein Koffer, in dem sich ein mit Sprengstoff gefüllter Bucheinband befand, sei ebenfalls nicht bemerkt worden. Insgesamt sollen in Denver bei etwa 90 Prozent aller Tests die Attappen nicht entdeckt worden sein.

Unterläuft einem Sicherheitsbeamten ein solch schwerwiegender Fehler, muss er nach Angaben von TSA Security Director Earl Morris an Trainingsmaßnahmen teilnehmen, bevor er wieder in den Dienst treten darf. Auf Anfrage des Fernsehsenders, ob es tatsächlich mehrere schwerwiegende Pannen bei den Kontrollen gab, wollte sich die TSA nicht äußern.

Die Tests in Denver wurden Morris zufolge im Jahr 2006 sowie zwischen dem 12. und 14. Februar diesen Jahres durchgeführt. Bei den Quellen, auf die sich "9NEWS" bei seinem Bericht über die Sicherheitspannen beruft, soll es sich Morris zufolge um "verärgertes Sicherheitspersonal" handeln, das "hinter seinen Erwartungen zurückblieb".

Das Red Team wurde von der Federal Aviation Administration (FAA) nach dem Terroranschlag auf Pan Am Flug 103 über dem schottischen Lockerbie, bei dem alle 270 Menschen an Bord ums Leben kamen, eingerichtet, um die Zuverlässigkeit der Sicherheitskontrollen stetig und umfangreich zu überprüfen und mögliche Schwachstellen aufzudecken. Jährlich werden Tests an über 100 amerikanischen Flughäfen durchgeführt. Seit 2003 wurden sogar an insgesamt 735 Flughäfen Untersuchungen vorgenommen.

© aero.de | Abb.: Matthias Sebulke, GFDL, Archiv | 09.04.2007 21:43




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