TOKIO - Die Vereinigten Staaten und Japan haben sich auf eine Liberalisierung des Nachbarschaftsverkehrs in einem Open Skies-Abkommen verständigt. Die Länder hatten entsprechende Verhandlungen bereits im Mai begonnen.
Das Abkommen soll ab Oktober 2010 japanischen und US amerikanischen Fluggesellschaften ein weitgehend uneingeschränktes Verkehrsangebot zu Zielen im jeweils anderen Land ermöglichen.
Während US Fluggesellschaften in Tokio Narita ihre Verkehrsanteile von gegenwärtig etwa 28 Prozent zurücknehmen werden, sollen nach Erweiterung des Flughafens Tokio Haneda ab Oktober 2010 Strecken in die USA aufgebaut werden.
Das Abkommen bietet auch den internationalen Luftfahrtallianzen erweiterte Planungsperspektiven. Die Star Alliance-Partner All Nippon Airways, United Airlines und Continental Airlines werden nach Medieninformationen 2010 kartellrechtliche Immunität für einen abgestimmten Flugbetrieb zwischen den USA und Japan beantragen.
Mehr als ein Drittel des Flugverkehrs zwischen Japan und den
Vereinigten Staaten würde dann von den drei Partnergesellschaften
kontrolliert. Damit würde das Bündnis sogar Marktführer Delta
überholen, dem ein Verkehrsanteil von etwa 30 Prozent auf den Strecken
zugeschrieben wird.
Japan Airlines in SchlüsselrolleDas Open Skies Abkommen zwischen den Vereinigten
Staaten und Japan will auch American Airlines nutzen. Das Unternehmen strebt eine enge Kooperation mit Japan Airlines im
Nachbarschaftsverkehr an. Das Zustandekommen dieser Zusammenarbeit ist
gegenwärtig allerdings ebenso ungewiss wie der Verbleib der
angeschlagenen Japan Airlines in der American-Allianz oneworld.
Um
die Bündniszukunft der Japan Airlines ist ein harter Bieterkampf
zwischen American und oneworld auf der einen und Delta und SkyTeam auf
der anderen Seite entbrannt.
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