WIEN - Mit Winterflugplan 2020/11 bieten Lufthansa und Adoptivtochter Austrian Airlines ab den österreichischen Regionalflughäfen nun auch auf Zielgebiete abgestimmte Zubringerdienste. Neben mehr Komfort mit größerem Fluggerät stehen den Fluggästen damit shuttleähnliche Zubringer zu den Hubs der Lufthansa Gruppe zur Verfügung. So wird Klagenfurt künftig annähernd im Zweistundentakt alternierend an die Drehscheiben Wien oder München angebunden.
Mit dem neuen Flugplan werden die Abflüge von Lufthansa und Austrian Airlines in Klagenfurt entflochten und über den Tag so angeordnet, dass die Region Kärnten alle zwei bis drei Stunden über eine der beiden großen Europa-Drehscheiben Wien oder München international erreichbar sein wird.
So stehen Transferpassagieren, die bisher mit dem Frühflug um 6 Uhr von Klagenfurt nach Wien und von hier weiter geflogen sind, in Zukunft das gesamte Frühangebot von München zur Verfügung. Der erste Morgenflug vom Alpe-Adria Airport startet künftig um 6:00 nach München, Landung 7:00. Umgekehrt bietet der neue Austrian- Frühflug um 8.10 Uhr nach Wien beste Anschlüße nach Osteuropa und Amerika und auch ausreichend Zeit für einen Vormittags-Geschäftstermine in Wien.
Geflogen werden die Zubringer von der Lufthansa Regionaltochter Air Dolomiti (München) und Austrian Arrows (Wien). Nach Darstellung der AUA ergeben sich durch die Umstellung vor allem in Wien wesentlich bessere und mehr Anschlüße, trotz geringfügig weniger Flüge (Wöchentlich 26 statt 29 Kursen).
Dass nicht alle Kärntner damit einverstanden sind, gab heute der
Kärntner ÖVP-Nationalratsabgeordnete Gabriel Obernosterer zu verstehen:
"Das Geschäftsleben beginnt in der Früh, da seien die meisten Termine
angelegt. Kärnten brauche keine 'Brunch'-Flüge". (Anm.: Morgenflug
Ankunft VIE dzt 6:40). Wirtschaftslandesrat Josef Martinz (VP)
bezeichnete den gekippten Morgenflug gar als 'wirtschaftliche
Amputation'.
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