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Stückkosten sollen sinken

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Lufthansa sieht sich Frontalangriff von Air Berlin ausgesetzt

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Airbus A319 der Deutschen Lufthansa, © Deutsche Lufthansa AG
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FRANKFURT/M. - Die Deutsche Lufthansa sieht in der Ausweitung des innerdeutschen Flugangebots von Air Berlin einen Frontalangriff ihres Wettbewerbers. Mit den neuen Flügen von Frankfurt nach Hamburg treffe Air Berlin die Lufthansa (LH) in ihrem Kerngeschäft, schreibt die Lufthansa- Mitarbeiterzeitung «Lufthanseat» in ihrer jüngsten Ausgabe. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssten die Stückkosten weiter gesenkt werden.

«Air Berlin bietet die Tickets für diese Strecke bereits zu Dumpingpreisen ab 29 Euro an und eröffnet mit bis zu sechs Frequenzen täglich einen Kampf um Marktanteile im LH-Kernsegment der Geschäftsreisenden.» Dies werde die Lufthansa-Ergebnisse auf dieser Zubringer-Strecke «massiv unter Druck setzen».

Air Berlin fliegt seit Anfang dieser Woche von Montag bis Freitag bis zu sechs Mal in beide Richtungen zwischen Frankfurt und Hamburg. Eine ähnliche Verbindung gibt es zwischen Frankfurt und Berlin. Air Berlin ist die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft.

Das Vorgehen von Air Berlin unterstreiche für Lufthansa die Notwendigkeit, das Sparprogramm schnell voranzubringen, schreibt die Mitarbeiterzeitung weiter. Unter anderem müssten die Stückkosten im dezentralen Europaverkehr um 40 Prozent gesenkt werden.

Erosion der Marktanteile


«Die deutlich vorangeschrittene Erosion der Lufthansa-Marktanteile im Direktverkehr wird - wie die aktuelle Entwicklung zeigt - nicht an den Grenzen der Hubs in Frankfurt und München Halt machen», heißt es in dem Bericht weiter.

In einem Interview mit dem «Lufthanseaten» sagte der Leiter für Personal- und Organisationsentwicklung, Matthias Borchers: «Wir haben in den letzten Jahren Speck angesetzt und müssen jetzt eine Fitnesskur antreten, die uns agiler und schneller macht.» Nur so könne Lufthansa im Wettbewerb erfolgreich sein.


© dpa-AFX | Abb.: Deutsche Lufthansa | 26.10.2009 15:44




Leser-Kommentare (26)

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04.08.2010 16:09
Ach, Air Berlin sei doch gegenüber Lufthansa sowas wie ein "Zahnloser Tiger", völlig harmlos, wird entsprechend hier nicht weniger Meinungen sowieso bald von einer größeren Fluggesellschaft "geschluckt".

Nebenbei:

Die 5. Lufthansa A380 mit Kennung D-AIME ist kürzlich von Toulouse nach Hamburg-Finkenwerder überführt worden. Deren offizieller Name sei noch "nicht durchgesickert".

"Berlin" sei doch uninteressant, "Berliner Luft", "Berlin Air" oder gleich noch besser "Air Berlin" würde vielleicht vortrefflich als Name zur 5. LH-A380 passen, u.a. wegen hervorragende Lufthansa Inlandanschlussflüge von und nach Berlin, neuerdings auch mit B747-400. :-)

mfg
09.11.2009 22:14
Auf den Ultrakurzstrecken hat sich der Kranich tatsächlich verdrängen lassen. Okönomisch und -logisch wäre das mit einer starken Aufstellung der Regionalpartner auch schnell wieder zu revidieren, aber an diesem Punkt spielt die konzerninterne Politik eine Rolle:

Den Regionalpartnern mehr Strecken abzugeben kann man gegenüber den eigenen KTV-Leuten nicht machen, die eigenen Leute auf kleineres Turboprop-Gerät setzen um deren Job zu machen ist aber auch zu teuer. Die LG Walter ist im Auftrag von AB geradezu nahtlos auf die Strecken gegangen, die man vorher bei LH bediente. Dieser "Landverlust" wurde primär in Kauf genommen, weil man schon länger (nicht erst sei Climb 2011) am Dogma festhielt "endlich" alles auf größere Röhren umzustellen - sinnvoll oder nicht.
09.11.2009 04:34
Endlich wird der Lufthansa mal ordentlich contra im Bezug auf Buisness Strecken gegeben. Die Strecke FRA-TXL ist ja schon ein großer Dorn im Auge der Lustigen Deutsch-hansa. Und jetzt auch noch FRA-HAM....tze tze tze....böse Air Berlin. Hoffentlich wird die AB nicht auch noch die Strecke FRA-MUC anbieten.... Dann könnten alle lieben Paxe von der LH weg wandern und ihr Geld bei der Konkurenz lassen.

Sind wir doch mal ehrlich, das Thema Geld verbrennen, wie es hier so oft benutzt wird, ist doch mal totaler Schwachsinn. Nehmen wir die Strecke FRA-DUS!!!! Ein Flug von 25-30 Minuten!!! Hallo, das ist der absolute Wahnsinn in Bezug auf Umwelt, Kosten und nutzen.

Die reine Angst in Bezug auf Konkurenz lässt das Unternehmensgeschäft hochleben. Klar, am Ende gibts meistens einen kleinen Verlierer unter den Unternehmen, aber die großen Gewinner sind die Fluggäste.



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