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Internationale Luftfahrt nach Krisenjahr wieder optimistischer

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Lufthansa Airbus A330-300, © Deutsche Lufthansa AG
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BERLIN - In der internationalen Luftfahrt keimt wieder Optimismus nach der schweren Krise. Erstmals seit 2007 dürfte die Branche 2010 global betrachtet wieder profitabel sein, sagte der Generaldirektor des Weltluftfahrtverbands IATA, Giovanni Bisignani, am Montag bei der Jahresversammlung seiner Organisation in Berlin. In Europa seien wegen der schwächeren Konjunkturerholung jedoch vorerst weiterhin Milliarden-Verluste zu erwarten.

Die Lufthansa spürt eine Nachfragebelebung insbesondere bei der Fracht, aber auch einen harten Preiskampf bei Passagierflügen in Deutschland und Europa.

Im Kurzstreckengeschäft lege die Zahl der Reisenden wieder zu, sagte Lufthansa-Vize Christoph Franz am Rande der IATA-Versammlung. Die Preise seien jedoch «absolut im Keller». Bei Langstreckenflügen sei langsam ebenfalls eine positive Buchungsentwicklung zu sehen. Das Niveau von 2008 sei aber deutlich noch nicht erreicht.

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin verbuchte im Mai ein Plus von 1,8 Prozent auf 2,9 Millionen Passagiere. Die Auslastung der Jets sank allerdings auf 74 Prozent nach 76,7 Prozent im Vorjahreszeitraum, die übernommenen Städterouten der Gesellschaft Tuifly jeweils eingerechnet. Nach den Luftraumsperrungen wegen der Vulkanaschewolke aus Island sei ein zögerlicheres Buchungsverhalten zu beobachten gewesen, berichtete die Airline.

Für die Lufthansa bekräftigte Konzernchef Wolfgang Mayrhuber die Prognose, in diesem Jahr den operativen Gewinn von 2009 in Höhe von 130 Millionen Euro zu übertreffen. Denn während die Aschewolke Einbußen bei den Passagierjets einbrachte, verzeichnet die Tochter Lufthansa Cargo bereits eine raschere Erholung. Die Transportmengen reichten nun wieder ans Vorkrisenniveau heran, sagte Lufthansa-Cargo- Chef Carsten Spohr.

IATA rechnet mit Branchenüberschuss

Für die weltweite Branche prognostiziert die IATA für dieses Jahr einen Gewinn von gut zwei Milliarden Euro nach rund 8,3 Milliarden Euro Verlust im vergangenem Jahr. In Europa zeichne sich dagegen ein Verlust von 2,3 Milliarden Euro ab. Die nordamerikanischen Airlines dürften klar in die schwarzen Zahlen zurückkehren, die südamerikanischen das zweite Jahr in Folge profitabel sein.

IATA-Chef Bisignani forderte die Politik zum Handeln auf, um das ineffiziente System von 180 Flugsicherungen zu vereinheitlichen. Auch für grenzüberschreitende Fusionen seien die Barrieren zu hoch. Mit 1061 Fluggesellschaften sei die Branche zu stark zersplittert. Der tagelange Stillstand nach der Vulkanaschewolke müsse ein Weckruf sein, sagte Bisignani. Millionen gestrandete Passagiere, leere Hotels und verspätete Zulieferungen hätten gezeigt, wie wichtig der Luftverkehr sei.


© dpa-AFX | Abb.: IATA | 07.06.2010 10:10




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