Flug 8U771
Flugzeugunglück vor Tripolis fordert mehr als 100 Opfer
TRIPOLIS - Am Flughafen der libyschen Hauptstadt Tripolis ist am Mittwoch ein Passagierflugzeug mit 104 Menschen an Bord abgestürzt. Ein Sprecher am Flughafen sagte, nur ein einziger Passagier - ein neunjähriger Junge aus den Niederlanden - habe das Unglück überlebt. Die meisten Passagiere seien Libyer gewesen. Die Fluggesellschaft sprach in einer ersten Stellungnahme von 11 Besatzungsmitgliedern und 93 Passagieren.
Die Maschine der staatlichen libyschen Fluggesellschaft Afriqiyah Airways war unter der Flugnummer 8U771 auf dem Weg vom südafrikanischen Johannesburg nach Tripolis. Das Unglück ereignete sich, als sich die Maschine vom Typ Airbus A330-200 im Landeanflug befand. Das Flugzeug, das bei dem Aufprall fast völlig zerstört wurde, stürzte um 6.00 Uhr Ortszeit neben der Landebahn ab. Weshalb die Piloten die Bahn verfehlten, war zunächst unklar.
Das lokale Fernsehen zeigte Bilder von den Bergungsarbeiten. Darauf war auch der Flugdatenschreiber der Maschine zu sehen.
Der Nachrichtensender Al-Arabija berichtete unter Berufung auf die Luftfahrtbehörde in Tripolis, kurz vor der Landung sei ein technischer Defekt in der Maschine festgestellt worden. Diese Angabe wurde von der Fluggesellschaft zunächst nicht bestätigt. Der Flugzeughersteller Airbus versprach, die Luftfahrtbehörde bei der Untersuchung des Unglücks zu unterstützen.
Unglücksmaschine erst im September 2009 ausgeliefertDie verunfallte Maschine trug die Kennung 5A-ONG. Der mit General Electric CF6-80E1 Triebwerken versehene A330-200 MSN1024 wurde erst im September 2009 von Airbus an Afriqiyah Airways ausgeliefert. Laut einer Mitteilung des Herstellers sammelte das Flugzeug bis zum Unfall etwa 1.600 Flugstunden auf 420 Flügen.
Zum Gesundheitszustand des einzigen Überlebenden gab es noch keine Informationen. Arabische Medien berichteten, das Kind sei in ein Krankenhaus in der libyschen Hauptstadt gebracht worden. Die Fluggesellschaft Afriqiyah Airways ist eine von insgesamt drei Fluggesellschaften des nordafrikanischen Landes.
© dpa, aero.de | Abb.: Afriqiyah Airways, Archiv | 12.05.2010 09:42
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Wieso? Ist denn schon bewiesen, dass der AF Absturz von der Technik ausgelöst wurde? Ist die Ursache bei Airbus oder Zulieferern zu suchen?
Nein, es sind alles Vermutungen alleinig aufgrund einer ACARS Meldung. Es wird auch kein Urteil geben, weil der Flugschreiber nicht gefunden wurde und wahrscheinlich nie wird, es wird einen Bericht geben, der die Vermutungen zusammenfasst. Die einzig gesicherte Erkenntnis aus diesem Bericht wird wohl sein, dass man nie erfahren wird, was damals wirklich passierte. Waren es unüberwindbare Wetterfronten, die das Flugzeug zerstört haben, ist das Flugzeug aufgrund der Pitot Fehler abgestürzt, sind die Pitotfehler Ursache der Resulat der Vorgänge? Nur einige Fragen die zu klären wären, aber ohne den Flugdatenschreiber, kann man nur mutmassen. Leider!
Gruß aus EDHI
...immerhin sind das mal gute Nachrichten für Airbus bzgl. der ganzen A330-Geschichte.