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DFS trennt sich von kompletter Führungsspitze

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DFS-Manager Bergmann, Kaden, Riedle (v.l.), © DFS
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LANGEN - Die Deutsche Flugsicherung (DFS) trennt sich von ihrer kompletten Geschäftsführung. Die Verträge der drei Geschäftsführer Dieter Kaden, Jens Bergmann und Ralph Riedle werden über das Jahresende 2012 nicht mehr verlängert, bestätigte ein Sprecher der bundeseigenen GmbH am Mittwoch in Langen bei Frankfurt. Den entsprechenden Beschluss habe der Aufsichtsrat am Dienstagabend gefällt. Zu den Gründen wollte der Sprecher nichts sagen.

Auf die Nachfolger wartet eine heftige Diskussion um die Kosten der Flugsicherheit. Der Bundesverband der deutschen Fluggesellschaften (BDF) kritisierte am Mittwoch in Berlin, dass zum Jahresbeginn statt angestrebter Kostensenkungen die Gebühren von der DFS erneut angehoben worden sind. Dies koste die Unternehmen rund 20 Millionen Euro.

Mit den um 3,3 Prozent gestiegenen Streckengebühren liege Deutschland nun 30 Prozent über dem europäischen Schnitt, monierte BDF-Geschäftsführer Michael Engel. Auch die Start- und Landegebühren seien um 5,1 Prozent gestiegen, obwohl die Europäische Kommission von den Mitgliedsstaaten eigentlich Preissenkungen verlangt habe und zwar um jährlich 3,5 Prozent von 2012 bis 2014.

Das Ausscheiden des dann 68 Jahre alten Chefs Kaden wie auch das des dann 65 Jahre alten Riedle war bei der DFS erwartet worden, während sich Bergmann im vergangenen Jahr insbesondere in der konfliktreichen Tarifauseinandersetzung mit den Fluglotsen engagiert hatte. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) hatte nach der schwierigen Einigung mit Hilfe eines Schlichters indirekt die Ablösung Bergmanns verlangt. Bergmann war bereits vom Amt des Arbeitsdirektors entbunden worden und ist derzeit für die Finanzen und die Technik zuständig. Die GdF wollte die Personalien am Mittwoch nicht kommentieren.

Als möglicher Nachfolger Kadens wird in mehreren Medienberichten der Staatssekretär aus dem Bundesverkehrsministerium, Klaus-Dieter Scheurle (CSU), gehandelt. Er könnte auf einen Jahresverdienst oberhalb von 436 000 Euro hoffen, wie ihn Kaden im Geschäftsjahr 2010 inklusive erfolgsabhängiger Komponenten bezogen hat. Der Bund will über die neue DFS-Spitze dem Vernehmen nach im dritten Quartal entscheiden. Scheurle fungiert derzeit als Aufsichtsratschef der DFS, die auch künftig von drei Managern gelenkt werden soll.

© dpa | Abb.: Fraport AG | 01.02.2012 11:57




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