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Flughafen Wien: Skylink weiter im 'Holding'

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Skylink, © Ingo Lang, edition airside
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WIEN - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, ziehen sich die Arbeiten am neuen Skylink-Terminal in Wien-Schwechat auch weiterhin in die Länge. Ursprünglich  sollte die Bautätigkeit nach dem von der Flughafen Wien AG  im Juli 2009 erlassenen Baustopp im Februar dieses Jahres wieder in vollem Umfang aufgenommen werden. Tatsächlich wurden seither aber vorwiegend nur Mängel behoben.

So soll die monatliche Bauleistung im Frühjahr nur bei drei bis fünf Millionen Euro gelegen haben.  Das Magazin beruft sich dabei auf Informationen aus Aufsichtsratskreisen, wonach in dieser Phase monatlich bereits wieder 15 bis 20 Millionen Euro verbaut werden sollten. Als Hauptgrund für die weiteren Verzögerungen werden die seit Baubeginn 2005 nach wie vor bestehenden Probleme im Planungsbereich genannt.

Der zuständige Flughafen-Vorstand Ernest Gabmann will von Verzögerungen allerdings nichts  wissen.  Gabmann gegenüber "profil": "Wir sind sowohl bei den Kosten als auch bei den Terminen absolut im Soll".

Spätestens im November soll die Bauleistung wieder voll hochgefahren werden. Gabmann: "Da ist wohl etwas schlecht kommuniziert worden."

Wie berichtet, soll Skylink statt wie ursprünglich geplant zur Fussball-EM 2008 nun im ersten Halbjahr 2012 in Betrieb gehen. Die mehrfach nach oben revidierten Kosten werden auch weiterhin mit 830 Millionen Euro angegeben. Darin nicht inkludiert sei die neue 150 Mio teure Gepäckverteilungsanlage, die lt Vorstand dem Investitionsplan des Gesamtflughafens zugerechnet werden.

Entgegen den nach dem Baustopp kolportierten Plänen, die Bau- und Budgetverantwortung  künftig einem externen Generalunternehmer zu übertragen, gründete die FWAG im April inzwischen mit der VIE OBA GmbH unerwartet ihre eigene "externe" Bauaufsicht. Der neuen Firma soll ab Herbst ein neu bestellter 'Totalunternehmer' zur Seite stehen, der für Budgettreue und die technische Koordination der Projektarbeiten sorgen soll.

Rechnungshofbericht

Klarheit in die zumindest für Aussenstehende schwer nachvollziehbare Projektabwicklung soll der Anfang Juli erwartete Rohbericht des Rechnungshofs bringen. Nach Medienberichten droht dem Management der FWAG herbe Kritik, zu der Vorstand und Projektleitung dann drei Monate Zeit haben, eine umfassende Stellungnahme vorzulegen. Demnach sei der Endbericht nicht mehr vor der im Herbst stattfindenden  Wiener Landtagswahl zu erwarten.

© aero.at / edition airside, Wien | Abb.: Ingo Lang, edition aisrside | 20.06.2010 15:32




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