WIEN - In den ersten drei Monaten 2010 erwirtschaftete der Flughafen-Wien Erlöse in Höhe von € 123,0 Mio., um 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Periodenergebnis stieg um 7,6 Prozent auf € 18,9 Mio. und damit stärker als das Verkehrsaufkommen (Passagiere plus 6,3 Prozent, MTOW plus 3,5 Prozent). In der Berichtsperiode wurde ein EBITDA von € 43,7 Mio. (+4,8 Prozent) und ein EBIT von € 27,4 Mio. (+9,0 Prozent) erzielt.
Unterschiedliche Entwicklung in den GeschäftssegmentenIm Vergleich zur Verkehrsentwicklung ist die geringe Umsatzsteigerung auf höhere Transferincentives zur Beschleunigung des Verkehrswachstums zurückzuführen, sowie auf weniger Erlöse aus der Sicherheitskontrolle .
Die Umsätze des Segments Airport erhöhten sich um 11,5 Prozent auf € 57,4 Mio., inkl Erlösen aus der Sicherheitskontrolle. Diese wurden im Vorjahr noch dem Segment Handling zugerechnet. Die Umsätze des Segments Handling sind um € 5,1 Mio. auf € 39,9 Mio. gesunken. Das Segment Retail & Properties konnte den Umsatz um 4,3 Prozent auf € 22,3 Mio. steigern.
6,3 Prozent VerkehrswachstumVon Jänner bis März 2010 wurden 3.892.051 Passagiere gezählt, ein Plus von 6,3 Prozent. Sowohl die Anzahl der Passagiere nach Osteuropa wie auch jene nach Westeuropa konnte um 6,6 Prozent gesteigert werden. Der Nahe Osten entwickelte sich mit einem Plus von 15,4 Prozent weiterhin überdurchschnittlich. Auch die Region Nordamerika trug mit einem Wachstum von 7,5 Prozent (USA 10,6 Prozent) zur positiven Gesamtentwicklung bei. Gleichzeitig stieg das Frachtaufkommen um 29,8 Prozent auf 70.391 Tonnen (inkl Trucking), die Flugbewegungen blieben mit 56.822 Starts und Landungen annähernd gleich.
Marktanteile: Plus für Austrian, Minus bei den Discountern Nach 9,7 Prozent Passagierzuwachs stieg der Anteil der Austrian Airlines Gruppe am Gesamtaufkommen von 48,3 Prozent auf 49,8 Prozent. Der Marktanteil der Low Cost Carrier sank hingegen auf 22,3 Prozent (Vorjahr: 24,1 Prozent).
InvestitionenFür 2010 sind Gesamtinvestitionen in Höhe von € 207,0 Mio. geplant.
Darin enthalten sind auch Aufwendungen für Ersatz und Instandhaltung, nicht
jedoch Investitionen für die dritte Piste, Landkauf sowie Bauzeitzinsen.
AusblickUnter der Voraussetzung, dass nicht externe Ereignisse, wie z. b. die Aschewolke, die Entwicklung beeinflussen, erwartet die Flughafen Wien AG für 2010 trotz der Einbußen durch die Luftraumsperre im April ein Plus von 3,0 Prozent bei den Passagieren, plus 6,0 Prozent beim Höchstabfluggewicht (MTOW) sowie um 1 Prozent mehr Flugbewegungen.
© aero.at / edition airside / Flughafen Wien | Abb.: Gerhard Vysocan, edition airside | 21.05.2010 15:29
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