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Spanair Flug 5022

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Erneut Vorwürfe gegen Wartungstechniker

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Unglücksmaschine EC-HFP, © Javier Pedreira, CC
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MADRID - Mehr als drei Jahre nach dem Absturz einer Spanair-Maschine in Madrid haben Experten Vorwürfe gegen Wartungstechniker erhoben. Die Techniker hätten dem Flugzeug keine Starterlaubnis geben dürfen, heißt es in einem Gutachten, das der Ermittlungsrichter bei einem Expertengremium in Auftrag gegeben hatte. Bei dem Unglück auf dem Madrider Flughafen Barajas im August 2008 war die Maschine vom Typ MD-82 unmittelbar nach dem Start abgestürzt.

154 Menschen starben, 18 Insassen überlebten. Die Piloten hatten vor dem Start die Überhitzung einer Temperatursonde gemeldet. Die Spanair-Techniker schalteten die Sonde ab und gaben die Maschine zum Start frei. Ihre Verteidiger argumentierten, die Techniker hätten sich an die Regeln gehalten, die im Handbuch des Flugzeugherstellers stünden.

Wie die spanische Nachrichtenagentur EFE am Sonntag berichtete, widersprachen die Experten in ihrem Gutachten dieser Darstellung. «Das Wartungspersonal hat nicht die Ursache der Störung identifiziert und das Flugzeug nicht korrekt abgefertigt», heißt es in dem Papier.

Die Piloten, die bei dem Unglück ums Leben kamen, hatten es versäumt, die Vorflügel und Klappen auszufahren, die der Maschine beim Start Auftrieb geben sollten. Die Alarmanlage, die das Cockpit auf die falsche Position der Klappen aufmerksam machen sollte, funktionierte nicht. Inwieweit die abgeschaltete Temperatur-Sonde mit der Alarmanlage zusammenhing, ist noch unklar.

Die spanische Justiz ermittelt wegen des Unglücks gegen zwei Wartungstechniker und drei führende Spanair-Mitarbeiter. Bislang wurde wegen des Absturzes noch niemand vor einem Gericht zur Rechenschaft gezogen. Wann es zu einem Prozess kommen wird, ist nicht abzusehen. Die Spanair-Maschine sollte von Madrid nach Gran Canaria fliegen.

© dpa | Abb.: Javier Pedreira | 28.11.2011 08:24




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