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Ergebnis Flughafen Wien 2009: Jahresnote gut

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Bilanzergebnisse 2009: v.l.n.r.: Pressesprecher Peter Kleemann; Vorstand: Gerhard Schmid, Herbert Kaufmann, Ernest Gabmann, © Ingo Lang, edition airside
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WIEN - Durchaus zufrieden präsentierte heute der kürzlich neu bestätigte Vorstand der FWAG das Ergebnis eines auch für den Flughafen Wien schwierigen Geschäftsjahres. Trotz starken Geschäftsrückgangs mit Umsatzeinbußen von 8,5 Prozent konnte der Airport das Jahr 2009 mit einem dividendenfähigen Gewinn von 73,4 Mio Euro abschließen. Vorstandssprecher Mag. Herbert Kaufmann freute sich: "Ein gutes Ergebnis".

Durch das rückläufige Verkehrsvolumen sanken die Umsatzerlöse der Flughafen-Wien-Gruppe 2009 um € 46,4 Mio. auf € 501,7 Mio., dementsprechend ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit € 166,5 Mio. um € 35,4 Mio. (17,6 Prozent) niedriger als im Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging um € 33,7 Mio. (25,3 Prozent) auf € 99,6 Mio. zurück. Das Finanzergebnis verbesserte sich von € -14,3 Mio. auf € -3,6 Mio.

Den Aktionären werde eine Dividende von € 2,10 je Aktie vorgeschlagen. Bei einem Jahresschlusskurs von € 34,80 entspricht dies einer Dividendenrendite von 6,0 Prozent.

Zufrieden zeigte sich der Vorstand auch mit den Ergebnissen der Konzernbeteiligungen. So erwirtschaftete der slowakische Flughafen Kosice bei einem um 21,6 Prozent geringerem Umsatz von 10,8 Mio einen Gewinn von 2,0 Mio (-22,7 Prozent). Malta konnte 2009 sogar ein leichtes Plus verbuchen: Umsatz 46,1 Mio (+2,6 Prozent), Gewinn 8,7 Mio (+1,3 Prozent). Weniger gut weg kam Friedrichshafen mit einem um 8,1 Prozent auf 9,3 Mio geschrumpften Umsatz und einem Periodenverlust von 2,5 Mio (-122,3 Prozent).

2009: Verkehrsrückgänge in den Hauptmärkten, Nah/Mittelost im Plus

Die Geschäftsentwickung am Flughafen Wien entspräche weitgehend der Verkehrsentwicklung. So musste der Flughafen Wien im Jahr 2009 einen Rückgang um 8,3 Prozent auf 18,1 Mio. Passagieren hinnehmen und lag damit im Rahmen der Prognose. Während alle Hauptmärkte zum Teil zweistellig zurückgingen (Osteuropa -15,1 %, Westeuropa -6,3%, Nordamerika -27,7%, Asien/Fernost -18,1%), verbuchte der Verkehr in den Nahen und Mittleren Osten ein Plus von 5,7 Prozent.

Der Anteil der Low-Cost-Carrier  blieb mit 23,1 Prozent gleich. Das Höchstabfluggewicht ging im Vergleich zum Vorjahr um 7,1 Prozent auf 7.255.079 Tonnen zurück; die Flugbewegungen sanken um 8,6 Prozent. Die Fracht musste mit 254.006 Tonnen (- 5,2 Prozent) im internationalen Vergleich nur einen geringen Rückgang in Kauf nehmen, da der Flughafen im Umfeld deutliche Marktanteile gewinnen konnte.

2010: Deutlich aufgestocktes Angebot


Die Verkehrsergebnisse der letzten Monate würden zeigen, dass die Talsohle durchschritten sei. So werden zum Sommerflugplan die Homecarrier Austrian und FlyNiki ihr Angebot wieder beträchtlich erweitern.  Auch Germanwings, Intersky, Blue Air und Sun Express bauen ihr Angebot aus. Neu in Wien ist ab Sommer British Midland und nach fast zweijähriger Pause wieder Alitalia. Mit 45 Destinationen nach Osteuropa bleibt der Flughafen Wien auch weiterhin das führende Drehkreuz in diese Region, vor Frankfurt mit 38, München mit 35 und Zürich mit 27 Destinationen.

Trotz anhaltend schwieriger Wirtschaftslage erwartet die Flughafen Wien AG für 2010 ein Plus von 3 Prozent bei den Passagieren, plus 6 Prozent beim Höchstabfluggewicht (MTOW) sowie plus 1 Prozent bei den Flugbewegungen.

Flughafen setzt weiterhin auf Wachstum


Unverändert hält der Flughafen an seinen Ausbauplänen fest. Das nun mit einer Ceiling von 830 Mio budgetierte Skylinkterminal soll Mitte 2012 in Betrieb gehen.

Der Bau der dritten Piste richte sich nach der Verkehrsentwicklung. Durch den krisenbedingten Rückgang bei den Flugbewegungen und dem Trend zu grösserem Fluggerät hätte der Airport zur Zeit mit einer Spitzenbelastung von 65 Bewegungen pro Stunde noch Luft. Vor der Krise (2008) wurden bereits Spitzen von 70 Bewegungen erreicht. Das derzeitige System sei auf max 72 Bewegungen ausgelegt, könne aber bis 76 Starts und Landungen optimiert werden.

Bei einer Bauzeit von 2-3 Jahren sei nunmehr eine Fertigstellung um 2017 realistisch. Vorstand Herbert Kaufmann: "Gebaut wird nur was gebraucht wird". Für 2020 erwartet der Flughafen Wien bis zu 30 Mio. Passagiere.

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Ergebniszahlen 2009, © Flughafen Wien




© aero.at / edition airside | Abb.: Ingo Lang, edition airside | 25.03.2010 15:17




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