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DAVVL veröffentlicht vorläufige Vogelschlagzahlen für 2011

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Vogelschlag bei einer Air Berlin Boeing 737-700 am 6. April 2010 im Landeanflug auf Hamburg, © BFU, Archiv
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FRANKFURT - Der Deutsche Ausschuss zur Verhütung von Vogelschlägen im Luftverkehr DAVVL e.V. hat vorläufige Vogelschlagzahlen für das Jahr 2011 veröffentlicht. Demnach erreichten die Geschäftsstelle 976 Anzeigen über Vogel-Luftfahrzeug-Kollisionen. Sie stammten ausschließlich aus Cockpits von „D“ gekennzeichneten Luftfahrzeugen. Allerdings rechnet das deutsche Vogelschlagkomitee noch mit mindestens 100 Nachmeldungen, die erfahrungsgemäß im Laufe des Folgejahres von Werften und Versicherern nachgereicht werden.

Etwas mehr als die Hälfte (53,3 Prozent) der angezeigten Vogelschläge hat sich im deutschen Luftraum ereignet; 43,3 Prozent sind es im Ausland gewesen. Für den Rest ist der Ort des Geschehens unbekannt.

"Aufgrund dieser bisherigen Verteilung rechnen wir damit, dass die Vogelschlagrate trotz eines absolut gesehen höheren Anteils im Inland wieder deutlich niedriger ausfallen wird als im Ausland", erklärt Daniel Licht, verantwortlich für die Vogelschlagdatenbank beim DAVVL. "Dies hat seinen Grund darin, dass deutsche Luftfahrzeuge im Inland deutlich mehr Flugbewegungen als im Ausland vollziehen. Insoweit bestätigen auch die Zahlen des Jahres 2011 einmal mehr die günstige Situation in Deutschland."

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sieht der Vogelschlagexperte die Verteilung der Vogelschläge auf das Flugplatzgelände und den Luftraum außerhalb. Weniger als die Hälfte der gemeldeten Vogelschläge im deutschen Luftraum, nämlich nur 46,4 Prozent, haben sich auf und über dem Gelände von Flugplätzen ereignet. Der größere Teil von 50,6 Prozent geschah außerhalb des Zauns. Ein Vergleich mit der Vergangenheit, wo sich etwa Zweidrittel aller Schlagereignisse auf bzw. über dem Flughafengelände ereignet hatten, zeigt uns, dass die vom DAVVL empfohlenen Präventivmaßnahmen an den Flughäfen deutliche Wirkung zeigen.

Andererseits führt uns die Verschiebung von „on airport“ zu „off airport“ deutlich vor Augen, dass es nun dringend an der Zeit ist, Präventivmaßnahmen im Umfeld der Flughäfen anzugehen. Die Vogelschlaggefahr lauert, wie man sieht, nicht mehr so sehr auf dem Flughafengelände, sondern ist mittlerweile viel mehr im Umfeld von Flugplätzen zu suchen. Das belegen auch die Vogelschlagunfälle der vergangen Jahre. Sie sind zumeist auf Kollisionen außerhalb der Flughäfen zurückzuführen, so Vogelschlagexperte Licht.

Wegen der zeitlich oft erheblich verzögerten Nachmeldungen rechnet Licht nicht vor Oktober 2012 mit der endgültigen Vogelschlagstatistik für das Vorjahr 2011.

© aero.de mit DAVVL | Abb.: BFU, Archiv | 02.02.2012 07:20




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