aero.de aero.at gmail
|
logo

Diskussion um Körperscanner

Älter als 7 Tage
   
print pdf comment bookmark

Bundespolizei: Keine Wunderlösung für einfachere Kontrollen

Foto
Körperscanner, © TSA
Verwandte Themen
HAMBURG  Nach dem Ende des Versuchs mit sogenannten Körperscannern ist eine «technische Wunderlösung» für einfachere Passagierkontrollen an Flughäfen auf absehbare Zeit nicht in Sicht. Das erklärte der Leiter des Referats Luftsicherheit im Bundespolizeipräsidium, Steffen Richter, am Donnerstag am Hamburger Flughafen. Auf der Jahrestagung des Luftfahrt-Presse-Clubs sprach sich Richter zugleich für ein noch größeres Sicherheitsbewusstsein aus.

Nach wie vor bestehe eine hohe und spezifische Gefährdung des Luftverkehrs. «Wir müssen das Bewusstsein sensibilisieren ohne zu dramatisieren», sagte Richter. Als Herausforderung nannte er auch eine noch komfortablere Abfertigung der Passagiere auch in Verkehrsspitzenzeiten. Hierfür werde eine noch bessere Koordinierung zwischen Flughäfen, Fluggesellschaften und der Bundespolizei angestrebt. Dazu gehöre auch ein effizienter Personaleinsatz.

«Luftsicherheit ist eine gemeinsame Aufgabe von Behörden und den beteiligten Unternehmen.»Bei den Planungen und Forschungen für die Zukunft dürfe nicht nur nach der Kontrolltechnik gefragt werden. Zu prüfen sei auch, wie die künftigen Bedrohungen aussehen.

Ende August war am Hamburger Flughafen ein Test von sogenannten Körperscannern beendet worden. Die Auswertung hatte ergeben, dass die Scanner in knapp der Hälfte aller Fälle Fehlalarm gaben. Rund 800 000 Passagiere hatten die Apparate freiwillig genutzt. Die Geräte sollten für mehr Sicherheit sorgen und den Passagieren gleichzeitig das lästige Abtasten ersparen.

Die Scanner werden derzeit unter Laborbedingungen bei der Bundespolizei in Lübeck weiterentwickelt. Vor allem geht es dabei um die Software.

Die Bundespolizei bezeichnete Richter als «Rädchen im hochkomplizierten Uhrwerk» der Luftsicherheit. Sie ist dafür auf 14 deutschen Flughäfen im Einsatz und bedient sich bei den Kontrollen überwiegend privater Sicherheitsfirmen. Auf den 21 kleineren Flughäfen erfüllen die Länder im Auftrag des Bundes die Luftsicherheitsaufgaben.

© dpa/lno | Abb.: TSA, Symbolbild | 11.11.2011 06:28




Leser-Kommentare (6)

Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.

12.11.2011 10:37
Wieviele Waffen mit denen Flugzeuge in der Vergangenheit gekapert bzw. in die Luft gesprengt wurden, sind denn über den normalen PAX-Wege ins Flugzeug gekommen?

Fang jetzt bitte nicht an das System zu hinterfragen ;)))
12.11.2011 09:57
Wieviele Waffen mit denen Flugzeuge in der Vergangenheit gekapert bzw. in die Luft gesprengt wurden, sind denn über den normalen PAX-Wege ins Flugzeug gekommen?
11.11.2011 18:44
na ja, so quatschig finde ich die Geräte garnicht. Das Hauptproblem bei der Nutzung dieser Geraäte, respektive auch der bildlichen Darstellung der Person auf den Monitoren, sind die sogenannten "Datenschützer" und "wahrer der Persönlichkeit". Was bzw. wen sieht man dennn auf den Geräten schon derart, dass ein Pesönlichkeitsrecht verletzt werden könnte?

Die Kontrollprozedur könnte auch wesentlich beschleunigt werden, wenn die Paxe nicht wie ein Weihnachtsbaum mit klingelndem Zierrat ausgestattet wären. Ich meine wer fliegt, weis doch um die Kontrollen, wieso da also noch Ringe, Ketten, Gürtel usw. und so Zeugs? Die Eitelkeit und das kleben an Statussymbolen und die Arogante Einstellung vieler Paxe zu den Kontrollen machen den ganzen Prozess für alle Beteiligten unangenehm. Ich hab den Job selbst einige Jahre ausgeübt, glaubt ihr es macht spaß dieses mies ausstrahlende, stinkende und oftmals unfreundliche Pack abzukrabbeln? Da wär ich schon für deutlich mehr technisches Equipment zur Fluggastkontrolle, um eben gerade letztgenanntes auf ein unbedingt notwendiges Minimum zu beschränken. Viele regen sich über die Art der Kontrollen auf und fühlen natürlich ebenfalls zu unrecht in irgendeiner Form kriminalisiert, aber wehe es fliegt wieder ein Vogel in Luft, weil diese irren Ayatollas wieder eine Bombe platzieren konnten, dann ist das Geschrei noch viel größer. Persönlich bin ich sogar der Meinung und das meine ich durchaus ernst, vor dem Flug komplett ausziehen und durch Röhre schieben! Baulich bekommt man das sicher irgendwie hin, dass es diskret abläuft.


Anzeige

Community
Fachdiskussionen zu aktuellen Ereignissen und Entwicklungen in der Luftfahrtbranche
Shop
Bild
Zürich - Shanghai (Swiss A340)

Engine aus ‐ und ab nach Haus: Die neue Folge von PilotsEYE.tv zeigt erstmals einen technischen Zwischenfall, der die Crew auf dem Weg von Zürich nach Shanghai zum Umkehren zwang.

Im aero.de-Shop nur EUR 25,95
Versandkostenfreie Lieferung!

Schlagzeilen

Magazin
Bild
AIRIC: Neues Kompetenzzentrum für Luftverkehrs-Infrastruktur
WIEN - Im Presseclub Concordia wurde am Dienstag mit dem 'AIRIC - Aviation Infrastructure Research & Innovation Centre' ein neues Kompetenzzentrum für Luftverkehrsinfrastruktur vorgestellt. In Zusammenarbeit mit Institutionen aus Forschung und Wissenschaft will die neue Plattform innovative Lösungen für Infrastrukturträger erarbeiten. Dazu zählen die Entwicklung neuer Produkte sowie der Transfer von Know-how zur industriellen Nutzung bereits geleisteter Grundlagenforschung.

Meistgelesene Artikel

Archiv
Archiv Im Archivbereich von aero.de finden Sie eine Übersicht aller bislang veröffentlichten Artikel. Mit der interaktiven Zeitleiste starten Sie Ihren Rückblick auf Nachrichten vergangener Tage.

Partner