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BDL: Luftverkehrsbranche hat Terror-Herausforderung im Griff

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BDL-Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow, © BDL
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BERLIN / FRANKFURT - Zehn Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 sieht sich die Luftfahrtindustrie in Deutschland gut gewappnet gegen neue Angriffe. «Es gibt keinen Verkehrsträger, bei demmit vergleichbarer Konsequenz an der Gefahrenabwehr gearbeitet wurde », sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes BDL, Matthias von Randow, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

Für die Zukunft verlangt der Verband eine bessere internationale Abstimmung bei den Sicherheitsmaßnahmen. Neue Techniken wie Ganzkörperscanner sollten erst eingeführt werden, wenn sie tatsächlich effektive Fortschritte bringen.

Der Verband hält nach von Randows Worten die bislang verfügbaren Ganzkörperscanner für technisch noch nicht ausgereift, um die Sicherheit an den Flughäfen deutlich zu verbessern. Es stehe aber technisch außer Frage, dass der Persönlichkeitsschutz der kontrollierten Bürger mit solchen Geräten gewahrt werden könne.

Auch bei der Kontrolle von Flüssigkeiten im Handgepäck der Passagiere sollten technische Neuerungen erst eingeführt werden, wenn sie tatsächlich dazu führten, dass die Passagiere wieder alle ungefährlichen Flüssigkeiten mit an Bord nehmen dürften, sagte von Randow. Teillösungen führten nicht weiter, sondern zu Verwirrung und Verdruss.Deswegen dringt der Verband darauf, dass die Regierungen der EU die gesetzte Frist bis 2013 nutzen, um geeignete Lösungen sicher zu stellen.

Aus Furcht vor Flüssigsprengstoffen ist es grundsätzlich verboten, Flüssigkeiten mit in die Flugzeugkabine zu nehmen. Ausnahmen werden für Behälter bis zu 100 Millilitern gemacht, die in Klarsichtbeuteln mitgeführt werden müssen. «Zunächst einmal haben sich die Passagiere an dieses Flüssigkeitenregime gewöhnt und wissen wie es funktioniert und haben sich darauf eingestellt», sagte von Randow.

«Der Terrorismus hat das Ziel, die Industrieländer nachhaltig zu schädigen, indem die Transport- und Lieferkette beeinträchtigt wird», erklärte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL). Man müsse daher neben einer konsequenten Gefahrenabwehr darauf achten, «dass durch die Sicherheitsmaßnahmen die Transport- und Lieferkette nicht durchbrochen wird.»

Rund ein Drittel der Kosten, die an einem Flughafen anfallen, werden durch Sicherheitsmaßnahmen verursacht, und rund 40 Prozent des Personals eines Flughafens sind mit Sicherheitsmaßnahmen befasst, sagte von Randow.

Bei der Fracht setzt der Verband auf einen Dreiklang zwischen technischer Kontrolle etwa über das Scannen der Frachtstücke, auf polizeiliche und geheimdienstliche Ermittlungen «weit vor dem Flughafen» und schließlich auf die Einrichtung der «kontrollierten sicheren Lieferkette». Während das Gepäck von Passagieren vollständig durchleuchtet wird, wird bei der Fracht unterschieden, ob die Güter aus einer kontrollierten, sicheren Lieferkette kommen. Ist das nicht der Fall, würden die Güter vollständig durchleuchtet.

© dpa | Abb.: BDL | 01.09.2011 07:20




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