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Austriair drängt auf den Markt

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Austrian schlägt harte Gangart gegen neuen Wettbewerber ein

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Austrian Airlines in Wien, © Austrian Airlines
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WIEN - Mit Austriair will der österreichische Private Charter-Anbieter MAP noch in diesem Frühjahr eine Linienairline für den Verkehr zwischen Österreich und Deutschland starten. Auf eine entsprechende Ankündigung in der Vorwoche erfolgte jetzt die Reaktion des Hauptwettbewerbers Austrian Airlines. Die Tochtergesellschaft der Deutschen Lufthansa sieht durch Austriair bestehende Markenrechte verletzt und wittert unlauteren Wettbewerb.

"MAP versucht offensichtlich, als Trittbrettfahrer die Kunden zu täuschen, indem sie eine Wort-Bild-Marke verwendet, die der Markenfamilie von Austrian Airlines sehr ähnlich ist", erklärte Austrian Airlines am Montag in einer Stellungnahme. Austrian Airlines habe MAP daher aufgefordert, die Verwendung der Austriair-Kennzeichen mit sofortiger Wirkung zu unterlassen.

Kommt MAP dieser Aufforderung nicht nach, will Austrian Airlines gerichtlich gegen das Unternehmen vorgehen. Die Lufthansa-Tochter stößt sich aber nicht allein an der für Austriair getroffenen Markenwahl.

"MAP behauptet, es gebe eine Austriair Luftfahrt AG. Diese Firma ist dem Firmenbuch aber per 25. Jänner 2010 nicht bekannt", erklärte Austrian. "MAP behauptet zudem, die sogenannte Austriair habe sich um Streckenrechte beworben. Dies ist nicht richtig. Wahr ist vielmehr, dass die MAP sich beworben hat." Auch besitze "Austriair keine Genehmigung als Zivilluftfahrtsunternehmen".

Austriair wildert im AUA-Revier


Hintergrund der Intervention war eine Pressemeldung der MAP Management+Planing GmbH, wonach die neue Airline bereits Anfang April mit drei geleasten Embraer 195 Jets den Liniendienst nach Frankfurt, München, Stuttgart und Köln aufnehmen wollte. Darüber hinaus sei die neue Airline auch an der Übernahme der von der AUA zur Disposition gestellten innerösterreichischen Liniendienste interessiert.

Für Aufsehen sorgte auch die Ankündigung der MAP mit der neuen Austriair von Austrian Airlines die Russlanddienste zu übernehmen, sollte der hundertprozentigen Tochter einer deutschen Gesellschaft die Landerechte entzogen werden. Abgerundet wird das ehrgeizige Projekt noch durch Ausbaupläne ihrer Adhoc-Charter in den Irak in reguläre Liniendienste, im Wettbewerb zu AUA, Lufthansa, Air Berlin und Hamburg International.


© aero.de, Edition Airside | Abb.: Deutsche Lufthansa AG | 25.01.2010 13:13




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