Flottenverkleinerung
Austrian plant erhebliche Einschnitte bei Tyrolean
WIEN - Austrian Airlines wird zum Sommerflugplan 2010 ihre 50-sitzigen Canadair Regional Jets, die von Tyrolean Airways unter der Marke Austrian arrows betrieben werden, aus dem Dienst nehmen. Dies teilte Austrian Airlines am Dienstag mit. Auch die Dash 8-300-Flotte werde verkleinert und teilweise durch die Dash 8-400 ersetzt. Tyrolean hatte im vergangenen Geschäftsjahr schwarze Zahlen geschrieben.
Insgesamt will Austrian Airlines die Tyrolean-Flotte dennoch um bis zu 14 Flugzeuge auf dann 41 Maschinen verkleinern. Der Flottenabbau werde am Standort Wien umgesetzt. Die Flugzeuge sollen verkauft werden. Durch die Verkleinerung der Tyrolean-Flotte werden bis zu 400 Vollzeitstellen entfallen, bestätigte Austrian in einer Stellungnahme.
Die Stellenstreichungen seien Teil des geplanten Abbaus von insgesamt 1.000 Arbeitsplätzen innerhalb der Austrian Airlines Group bis Mitte 2010. Nach Betriebsratsangaben sind allein im Tyrolean-Flugbetrieb bis zu 280 Stellen vom Arbeitsplatzabbau betroffen. Weitere Arbeitsplätze werden in der Abfertigung wegfallen.
Austrian Airlines begründet den massiven Arbeitsplatzabbau bei Tyrolean mit einem Wegbrechen der Nachfrage im Punkt-zu-Punkt-Verkehr. "Im Verlauf der letzten Monate hat sich am Markt verstärkt bewiesen, dass Flugzeuge mit einer Kapazität von 50 Sitzen zunehmend schwieriger gewinnbringend einzusetzen sind", sagte Tyrolean Geschäftsführer Manfred Helldoppler.
"Wir müssen (...) auf die massiven Veränderungen am Markt reagieren", erklärten die Austrian-Vorstände Peter Malanik und Andreas Bierwirth. "Diese Veränderungen sind strukturell. Wir erwarten, dass die Nachfrage im hochpreisigen Geschäftsreiseverkehr in den kommenden Jahren schwach bleiben wird. Auf diese Entwicklung müssen wir unsere Flottenstruktur ausrichten."
Kündigungen wahrscheinlich
Unter den Flugbegleitern werde der Arbeitsplatzabbau voraussichtlich durch die normale Fluktuation möglich sein, teilte Austrian Airlines mit. Bei Flugzeugführern sind 120 bis 140 Stellen bedroht. Das Unternehmen will Alternativmöglichkeiten wie Teilzeitkonzepte prüfen, geht aber davon aus, dass es auch zu Kündigungen kommen wird.
© aero.de | Abb.: Austrian Airlines | 08.07.2009 08:58
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Maybe LH is behind this all, so that when they take over, everything will be beter for the company. All they want to see is black numbers.