WIEN - Wie Austrian Airlines heute in ihrer Aussendung mitteilte, schloß die Airline das traditionell schwache Winterquartal kaum überraschend mit einem substantiellen Verlust ab. Das Quartalsergebnis Q1-2010 blieb mit 64,7 Mio Euro annähernd auf Vorjahresniveau (2009: 64,0 Mio). Austrian Airlines bleibt aber zuversichtich, dass die ab Sommerflugplan 2010 implementierten Maßnahmen ihrer tiefgreifenden Restrukturierung nachhaltig greifen werden.
Austrian-Vorstände Andreas Bierwirth und Peter Malanik: „Liegen auf Kurs und setzen Sanierungsprogramm konsequent um. Wir werden das Ergebnis heuer deutlich verbessern.“
Die operativen Gesamterlöse betrugen im ersten Quartal 2010 448,4 Millionen Euro (2009: 457 Millionen Euro). Weitere Einzelheiten zum Zwischenergebnis werden bei Lufthansa konzenweit nicht kommuniziert.
Für das Gesamtjahr wird aber eine kräftige Belebung des Umsatzes und damit auch der Gesamterlöse erwartet. Das der Lufthansa-Tochter vorgegebene Ziel für 2010: Ein positiver Cash-Flow und ein deutlicher Abbau der operativen Verluste. Nach Medienberichten sollen die Cashflow-Vorgaben im Winterquartal zum Teil bereits erreicht worden sein. 'Hartes' Ziel für 2011: Ein positives Betriebsergebnis, für Austrian ein vitales Kriterium für künftiges Wachstum und Ausbau.
Wie Austrian-Vorstand Andreas Bierwirth laut APA am vergangenen Montag auf einer Podiumsveranstaltung erklärt habe, sei die Ergebniskaskade intakt: "Wir haben keine Indikationen, dass wir das nicht schaffen", allerdings mit der Einschränkung: "Wenn wir nicht große externe Ereignisse haben wie Vulkanasche".
Wie bereits berichtet, deuten die Verkehrszahlen vom Winter nachfrageseitig auf eine generelle Trendwende hin. So beförderte die AUA im ersten Quartal 2010 mit 2,1 Mio Passagieren um 7,3 Prozent mehr Fluggäste als im Vorjahr. Bei einem um 3,1 Punkte reduzierten Angebot verbesserte sich die Gesamtauslastung um 4,6 auf 72,9 Prozent.
Der unter Austrian NextGen laufende Umbau der Airline soll nachhaltig eine zweistellige Verbesserung bei Produktiviät, Stückkosten und Leistung bringen.
Austrian will auch in Zukunft eine netzwerkorientierte Qualitätsairline bleiben, mit einem hohem Standard bei Service, Zuverläßigkeit und Pünktlichkeit: "Austrian bleibt Austrian. Wir steigern die Qualität dort, wo es relevant ist. Wir verbessern unser Flugangebot, indem wir auf wichtigen Strecken mit hohem Passagiervolumen die Zahl der Flüge erhöhen und größere Flugzeuge einsetzen. Wir produzieren diese relevante Qualität nun billiger und können daher attraktivere Preise anbieten."
Ausbau der Langstrecke und Reorganisation der TransferknotenSo erwartet die Alrline heuer auch eine historische Trendwende auf der Langstrecke. Wie Vorstand Andreas Bierwirth kürzlich verlautete, werde die AUA im Interkontinentalverkehr heuer zum ersten Mal Geld verdienen. Nach dem seit 2007 erheblich reduzierten Langstreckengeschäft seien auch wieder neue Langstreckenziele geplant, darunter ab Winter 2010/11 die Wiederaufnahme eines täglichen Flugs nach Mumbai, sowie eine Aufstockung der Flüge in die USA und nach Asien.
Wie vom Vorstand schon verschiedentlich angekündigt, plant Austrian Airlines ab Herbst (WFP) auch einen weitreichenden Umbau ihrer Transitknoten, der einerseits die Effizienz ihres Geräteeinsatzes verbessern soll und gleichzeitig das Transferangebot deutlich ausweiten wird.
© Bob Gedat, aero.at / edition airside, Wien | Abb.: Ingo Lang, edition airside | 05.05.2010 11:58
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