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Austrian: Konzentration aufs Wesentliche

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Austrian 737-800 Winglets, © Gerhard Vysocan, Edition Airside
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WIEN - Nach dem Verkauf ihrer Anteile an Ukraine International Airlines, der geplanten Schließung (oder Verkauf) der AUA-Flugschule am Flughafen Graz und dem Rückbau der Technik auf den Eigenbedarf konzentriert sich Austrian Airlines voll auf die Sanierung ihres Kerngeschäfts. Vorrangiges Ziel sei es im operativen Betrieb heuer kein Geld mehr zu verbrennen. Nach Einschätzung von Lufthansa Chef Wolfgang Mayrhuber ist die AUA inzwischen auf gutem Weg dazu.

Dennoch bereite der AUA die Situation am Wiener Flughafen einige Sorgen, die Heimatbasis der AUA platzt aus allen Nähten und verläßliche Abhilfe sei nicht in Sicht. Nach einem Zitat der APA bezweifelt inzwischen auch Austrian Vorstand Peter Malanik, dass der Fertigstellungstermin der Terminalerweiterung Skylink im Frühjahr 2012 halten wird.

Unzufriedenheit herrsche auch über den Fortgang der Verhandlungen bezüglich einer adequaten Aufteilung von Kosten und Erträgen als Sanierungsbeitrag des Flughafen Wien.

Im Raum stünden Erwartungen der AUA zu Preisnachlässen seitens des Flughafens in Höhe von 15 Millionen Euro, die dem Airport aus Mehreinnahmen aus dem expansiven Linienangebot der AUA zufallen würden. So konnte die AUA im Mai ihren Marktanteil in Wien nach jahrelangem Rückgang im Mai wieder auf deutlich über 50 Prozent steigern, Tendenz weiter steigend.

Aus Sicht der AUA würde ihre Lowcost-Offensive aber nicht die Lowcost-Airlines vor Ort kanibalisieren, sondern zusätzlichen Verkehr und neue Kunden erschließen.

Keine Sorgen bereite die Ankündigung von Air Berlin Chef Joachim Hunold der AUA sorgsam auf die Finger zu schauen, ob ihre Billigtarife mit den Wettbewerbsauflagen der EU konform gingen. Laut Peter Malanik müssen die Durchschnittstarife kostendeckend sein: "Und das sind sie".

Ein weiteres Thema seien die schleppenden Verhandlungen zu den Verkehrsrechten in Rußland. So beklagte AUA-Aufsichtsratssprecher Lauer anläßlich des A380-Besuchs in Wien die mangelnden Fortschritte bei den Gesprächen zwischen dem Wiener Verkehrsminsterium und dem Forschungsministerium in Moskau.

Wie berichtet, konnte kürzlich lediglich eine temporäre Verlängerung der Rechte bis Ende des Sommerflugplans erreicht werden. Ähnliche Schwierigkeiten hat freilich inzwischen auch die Schweizer Lufthansatochter Swiss, die mit Einschränkungen ihrer russischen Überflugsrechte zu kämpfen hat.

© aero.at / edition airside, Wien | Abb.: DLH | 08.06.2010 12:52




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