WIEN - Im Presseclub Concordia wurde kürzlich ein neues Kompetenzzentrum für Luftverkehrsinfrastruktur vorgestellt. Das 'AIRIC - Aviation Infrastructure Research & Innovation Centre' soll in Zusammenarbeit mit Instituten aus Forschung und Wissenschaft innovative Lösungen für Infrastrukturträger erarbeiten.
Dazu zählen die Entwicklung neuer Produkte wie auch der Transfer von Know-how zur industriellen Nutzung bereits geleisteter Grundlagenforschung.
Optimierung der Luftverkehrs-InfrastrukturInternationale Projekte würden zeigen, wie komplex die Herausforderungen an das Management, von der technischen Planung über Finanzierung bis hin zur Umweltverträglichkeit, heute sind.
Aus Sicht von AIRIC ist das Luftfahrt-Image Österreichs trotz jüngster Rückschläge international nach wie vor gut. Mit der Privatisierung des Wiener Flughafens, der Ausgliederung von Austro Control aus dem Verkehrsministerium und der Schaffung der Slot Coordination Austria habe Österreich fortschrittliche Lösungen vorgelegt. Jetzt ginge es darum, dies im Bereich des strategischen Managements in Form einer Kooperation zwischen innovativen Unternehmen und Wissenschaft und Forschung weiterzuführen.
Von den Technologieträgern werden Kooperationen zur Entwicklung praxisorientierter Lösungen angestrebt, u.a.mit Flughafenbetreibern oder Aufsichtsbehörden wie dem Verkehrsministerium. Im Sinne zeitgemäßer Marktorientierung sollen innovative Lösungen als Lizenzprodukte am internationalen Markt kommerziell verwertet werden.
Bedarf an neuen LösungenDer Wissenschafts-Standort Wien würde als lokales Zentrum innerhalb Zentral- und Osteuropas in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Der Bedarf an neuen, verbesserten Lösungen ergäbe sich aus den immer komplexer werdenden Systemen und möglichen Engpässen, sowohl luft- wie bodenseitig.
Da trotz kontinuierlich steigender Nachfrage in entwickelten Regionen keine neuen Standorte zur Verfügung stehen, muss ohne Betriebsunterbrechung aus- oder umgebaut werden. Daraus ergäbe sich ein starker Bedarf an intelligenten Lösungen und Instrumenten. AIRIC sieht darin eine bedeutende Entwicklungschance für den Wissenschafts- und High-Tech-Standort Wien.
Am Weg zum KompetenzzentrumAn der Innovationsplattform beteiligt sind Infrastrukturbetreiber (Flughäfen, ATC), industrielle Partner, Partner aus der Wissenschaft (z.B. Donau-Universität Krems, Universität Wien, Wirtschaftsuniversität Wien und TU Wien), staatliche Aufgabenträger (Verkehrsministerium) und Verbände sowie ein Netzwerk von Know-how-Trägern.
Kurzfristig sollen die derzeit verstreuten Teilangebote besser koordiniert werden, langfristig soll daraus in der Donauregion ein Kompetenzzentrum entstehen, das auch bei internationalen Projekten im europäischen Luftverkehr eingebunden wird.
Im Rahmen des neuen Kompetenzzentrums sollen mittelfristig bis zu 50 High Tech Arbeitsplätze geschaffen werden.
HintergrundInitiator und Vorsitzender von AIRIC ist der Luftverkehrsberater Wolfgang Edelmann. Der Mitbegründer der Airport Consulting Vienna GmbH ist heute Mehrheitseigentümer der AI-MS - Aviation Infrastructure Management Systems GmbH. Edelmann fungierte bei über 200 Projekten als Berater internationaler Flughäfen und ATC-Unternehmen, u.a. beim Börsengang vom Flughafen Wien. Edelmann war auch Mitglied des Managementteams von TAV Airports Istanbul, heute ein börsenorientiertes Unternehmen mit zehn Flughafenkonzessionen..
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