WIEN - Nach der harschen Kritik aus Politik und Wirtschaft am Management des Flughafen Wien beklagte sich nun auch AUA-Vorstand Peter Malanik über die gegenwärtige Situation auf der AUA-Homebase. So bedauerte Malanik in einem Radiojournal auf ORF1, das Gesprächsklima zwischen Flughafen und seiner Airline sei schon lang nicht mehr das Beste. Reibung gebe es aber nicht nur zu den aus AUA-Sicht zu hohen Flughafengebühren.
So wünscht sich die AUA auch mehr Mitsprache bei der strategischen Ausrichtung des Flughafens, schließlich sei man als Systempartner voneinander abhängig. Während die AUA an ihrem neuen Konzept für die Mittel- und Langstrecken arbeite, fehle ihr vor Ort der Ansprechpartner: "Wir haben den Eindruck, dass zur Zeit interne Angelegenheiten den Flughafenvorstand zu sehr binden". Keiner wolle in der Situation Fehler machen, daher fallen keine Entscheidungen.
Ein Dorn im Auge sei der AUA auch der gegenwärtige Bauzustand des Flughafens. Malanik dazu: "Wir brauchen eine Infrastruktur, die den Passagierzuwachs, den wir uns erwarten (Anm: Heuer plus 1 Mio Passagiere) gut verdauen kann. Wir brauchen einen Flughafen, der nicht nur konkurrenzfähig ist, sondern auch uns dabei hilft, konkurrenzfähig zu bleiben."
Unzumutbar seien auch die Verhältnisse bei der Abfertigung der Passagiere, wie ellenlange Schlangen bei der Sicherheitskontrolle oder häufige Ausfälle der Check-In Automaten. Dass Sicherheitsstrassen und Automaten in ausreichender Anzahl vorhanden sind, sei Aufgabe des Flughafens.
Skylink ein MussEin echtes Problem sei auch, dass das neue Skylinkterminal viel zu spät kommt. Da in die alte Infrastruktur nur mehr wenig investiert wird, leide die Qualität der Passagierdienste empfindlich. Probleme gebe es auch mit der von der AUA gewünschten Reduktion ihrer Hangarflächen, die anderseits von FlyNiki dringend gebraucht würden. Leider gebe es auf Seiten des Airports zur Zeit auch dazu niemand, der eine Entscheidung treffen würde.
Ob sich Malanik einen neuen Flughafenvorstand wünsche, wollte er nicht beantworten, er wünsche sich aber einen Flughafenvorstand, der für die Zukunft des Drehkreuzes Wien mit der AUA gemeinsam neue Perpektiven entwickelt.
Flughafen weist Kritik zurückÜber Malaniks Kritik zeigte sich der Flughafen überrascht. Der Flughafen sei in allen Dingen gesprächsbereit und die Kritik nicht nachvollziehbar.
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Die Hangars gehören dem Flughafen und sind von der AUA gemietet. Nachdem die AUA im Rahmen der Übernahme durch LH die Wartungsarbeiten für Drittkunden eingestellt hat, wird einer der Hangars nicht mehr gebraucht.
Meines Wissens hat Niki aber schon vorher AUA-Hangars mitbenutzt.