WIEN - Nicht nur Staunen erregte die heutige Meldung eines Massenblattes, die AUA flöge auf Anweisung der EU mit 'unverkäuflichen' Sitzplätzen. Wie AUA-Sprecher Martin Hehemann auf Anfrage der APA erklärte, resultiere die erzwungene Reduktion des Sitzangebots aus Auflagen der EU zur Übernahme der AUA durch die deutsche Lufthansa. Betroffen seien aber nur rund drei Prozent der Sitze. Wasser auf die Mühlen der EU-Kritiker und 'Empörung' bei der FPÖ.
Nach Darstellung Hehemanns habe die EU die Übernahme der AUA nur mit der Auflage genehmigt, die Kapazität der AUA müsse im Jahr 2010 um 15 Prozent unter dem Angebot von 2007 liegen. Diese Rücknahme, gemessen in Angebotenen Sitzkilometern (ASK), sei durch mehrere Maßnahmen erreicht worden, u.a. durch die Verkleinerung der Flotte von 93 auf 83 Flugzeuge, durch Streckeneinstellungen z.B. nach Saudi Arabien und auf der Langstrecke und schließlich durch eine geringfügige Reduktion des Sitzangebots in den eingesetzten Maschinen.
Nur so konnte die AUA verhindern, dass die zur Aufrechterhaltung der Netzqualität nötige Flottengrösse noch weiter verkleinert werden musste. Das sei zwar schmerzhaft, musste aber letzlich akzeptiert werden, so Hehemann.
Die Begründung aus Brüssel: Die vom österreichischen Staat beim Verkauf gewährte Beihilfe von 500 Millionen Euro dürfe nicht für Wachstum, sondern nur für die Sanierung des Unternehmens verwendet werden.
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