Ist ein sehr lesenswerter Artikel über EADS und ihre Tochter Airbus. Aber ich bin zuversichtlich, und denke das EADS einschließlich Airbus eine erfolgreiche Zukunft haben werden.
Perfekte oder sagen wir besser gut konkurenzfähige Produkte zu haben ist nur die eine Seite der Medaille. In der SZ habe ich gerade gelesen das der durchschnittlich Arbeiter bei Dacia in Rümänien Euro 350,- verdient. Bei deutschen Autoherstellern kann man darüber streitem ob es 8, 10 oder 12 mal so viel sind und auf Grund der Lebenshaltungskosten ja auch sein müssen. In China dürfte der Wert wohl sogar noch eher bei 200,- Euro liegen.
Das ist auf Grund der verzerrten Wechselkurse die bittere Realität denen sich alle deutschen Produzenten am Weltmarkt stellen müssen. Dafür hat sich die Deutsche Industrie hervorragend gehalten. Die Folge sehen wir aber. Audi, Mercedes und BMW bauen schöne und gute Autos. Leisten können sich das in Deutschland und auch weltweit nur relativ wenige, meist in westlichen Industrieländern, von Ölscheichs & Co mal abgesehen. Autos, die sich die Masse weltweit leisten kann sind hier nicht mehr herzustellen.
Die Löhne in USA sind zwar keine Dumpinglöhne aber sicher niedriger als hier. Damit muss Airbus irgendwie zurechtkommen. Das ist nicht leicht.
Das ist immer ein wieder gerne vorgeschobens Argument, dass europäische Arbeitnehmer aber im Schnitt 20% effektiver sind, als woanders wird gerne vergessen, und dass die Lohnkosten nur etwa 10% der Gesamtkosten ausmachen, vergisst man anscheinend auch immer wieder. Die Energiekosten sind ein viel größeres Problem.
Deutsche Arbeitnehmer sind im Schnitt sogar viel mehr als 20% effektiver als in manchen Wettbewerberländern. Sonst hätten wir uns schon lange nicht international so behaupten können wenn andere nur ein zehntel der Lohnkosten zahlen. Aber auch die beste Effiktivität hat irgendwo ein Ende. Nokia und Co lassen grüßen.
Das Lohnkosten nur 10% der Gesamtkosten eines Produkts ausmachen kann auf bestimmte Artikel zutreffen. Insgesamt auf Gesamtebene ist der Antei wesentlich höher denn in jeder Stufe der Weiterverarbeitung vom Rohstoff über Kleinteile bis zur Baugruppe stecken ja auch irgendwie Lohnkosten durch Produktion, Transport, Lagerung und ähnlichem. Wer ernsthaft anderses behauptet zeigt das er von wirtschaftlichen Zusammenhängen nicht viel versteht. Ein früher von mir verkauftes importiertes Produkt haben wir im Reparaturfall gleich weg geworfen und ausgetauscht. Das Teil auch nur in die Hand zu nehmen und anzugucken wäre in Deutschland teurer gewesen als der sofortige ungeprüfte Austausch.
@Nok
Preislisten kann man leicht erhöhen und ich will auch nicht bezweifeln das Erhöhungen von Zeit zu Zeit mal durchgesetzt werden. Was man real mehr bekommt sieht oft anders aus ist jedenfalls meine Erfahrung aus rund vier Jahrzehnten in Handel und Industrie oft direkt an der Preisfront.
Wo wir gerade beim Thema Premium Aerotec sind. Die uebernehmen ja zusaetzlich zur Kleinteilfertigung in Bremen auch noch den Arbeitsanteil von Lemwerder. Sieht irgendwie ein wenig wie "back to the roots" aus. Premium Aerotec ist ja schon mehr oder weniger "halbDASA" :)
Frag mich was als naechstes dran ist...
http://www.wort.lu/wort/web/letzebuerg/artikel/73413/a400m-luxemburg-gegen-ausstieg.php Daraus, Zitat: In einer parlamentarischen Anfrage wollte DP-Fraktionschef Xavier Bettel wissen,
ob Luxemburg seine Flugzeugbestellung nicht reduzieren wolle.
In der Antwort des Armeeministers heißt es lakonisch:
"Luxemburg hat nur einen A400M bestellt.
Die Reduzierung dieser Zahl ist ein Szenario, das nicht verfolgt wird
Na dann kann ja eigentlich alles nur noch gut werden, Airbus. ;-)
Es wurde nun angekündigt, ab Dezember 2010 zwei A320 monatlich mehr zu produzieren. Bereits in 2010 könnten insgesamt mehr als 500 Flugzeuge ausgeliefert werden, ab 2011 somit dann nochmals mehr. Die Einnahmen wird Airbus auch dringend benötigen. http://www.dowjones.de/site/2010/03/airbus-will-a320produktion-um-2-flugzeuge-monatlich-erhöhen-.html Womöglich ist diese Meldung auch ein weiteres Vorzeichen für ein Triebwerks-Upgrade, dessen Verkündigung bald zu erwarten ist. mfg